In Training

Storytelling

Sten Nadolny sagt: „Wer eine Geschichte zu erzählen hat, ist ebenso wenig einsam wie der, der einer Geschichte zuhört. Und solange es noch irgendjemanden gibt, der Geschichten hören will, hat es Sinn, so zu leben, dass man eine zu erzählen hat.“

So lasst uns also Geschichten erzählen!

Und Geschichten sind wertvoll: Sie informieren, motivieren, regen an und inspirieren, Geschichten können helfen, neue Lösungen zu finden. Storys stellen Analogien oder Parallelen zum eigenen Leben her, dazu gehören auch bestimmte Situationen, Dinge, Personen und Zusammenhänge.

Mit Geschichten können wir die Vergangenheit als auch die Gegenwart besser verstehen, denn sie laden zur Einkehr und Reflexion ein und zugleich regen sie unsere Phantasie an. Somit passen Geschichten auch perfekt in die Zeit von Weihnachten und den Rauhnächten.

„Wir brauchen mehr Storys, um….

  • verstanden, gesehen und gehört zu werden.
  • unsere Individualität zu entwickeln und zu zeigen, damit können wir unsere Einzigartigkeit zeigen und vermeiden Austauschbarkeit.
  • die Zuhörenden zum Teil der Geschichte zu machen, sie einzubinden und zu achten.
  • Kreativität, Phantasie, Perspektivenwechsel und Reflexion zu fördern.
  • Lebensereignisse zu verarbeiten und unsere eigene Heldenreise zu verstehen.
  • Werte, Informationen und Ereignisse zu sichern, zu entdecken und weiter zu geben.

Informationen, die in Geschichten eingebettet sind, helfen uns, darauf mehr Aufmerksamkeit, Konzentration und sogar emotionale Beteiligung zu richten, als wenn es nackte Tatsachen sind.

  • Geschichten geben Werte und Normen weiter. Das Gute und das Böse werden zum Beispiel in vielen Märchen aufgegriffen. Held oder Schurke ist hier die Frage.
  • Sie tragen Ideen und Botschaften weiter. Dies nutzt unter anderem die Werbung.
  • Sie vermitteln Lebenserfahrung, geben Anregung, zum Beispiel wie »jemand anderes« Probleme oder Konflikte gelöst hat. So können wir von anderen lernen.
  • Sie regen Denkprozesse an, die sehr viel länger anhalten, als das Zuhören der Geschichte dauert. Sie berühren uns mehr, regen das Denken und Sinnieren noch einmal mehr an.
  • Sie transportieren Aussagen, Inhalte und Informationen auch zu Fachthemen. Dadurch lassen sich bessere und eingängigere Präsentationen halten.
  • Sie haben eine therapeutische Wirkung. Der Protagonist der Geschichte erlebt etwas, von dem wir lernen können, Lösungen werden offenbart, dessen Erkenntnisse nutzbar gemacht. Gleichnisse, Analogien und Metaphern unterstützen eine persönliche Selbstreflexion.
  • Sie definieren Rollenerwartungen (wir spielen z.B. als Kinder „Vater, Mutter, Kind“ und schlüpfen so in die entsprechenden Rollenerwartungen hinein) und geben Raum, diese zu erkennen und auszuprobieren.
  • Storys geben Impulse für Perspektivenwechsel, damit können persönliche und hinderliche Glaubenssätze verändert werden und neue Verhaltensänderungen erwirkt werden. Geschichten zeigen Alternativen für Bewertungen und Bewertungen auf.“(Entnommen: Messer, Barbara: Storytelling, Beltz Verlag, 2019)

Was macht eine gute Geschichte aus?

Bereits Aristoteles sprach von entscheidenden 3 Akten:

  • Erster Akt: Der Aufbau des Konflikts
  • Zweiter Akt: Der Wende- und Höhepunkt
  • Dritter Akt: Lösung des Konflikts

Also braucht jede Geschichte einen Einstieg, einen Mittelteil und einen Schluss.

Darüber hinaus leben Geschichten von Folgendem (was braucht es noch?):

  • Einen Helden oder einer Heldin, also einem Protagonisten. Das ist die Hauptfigur der Geschichte – das können auch gerne Sie selbst sein oder jemand, der Sie beeindruckt hat.
  • Einen Ort. Orte und Schauplätze sind oft mit Erinnerungen (und den entsprechend sinnlichen Eindrücken) verbunden. Nehmen Sie Ihren ersten Kuss, vielleicht ist die Erinnerung an das jeweilige Gegenüber verschwunden, aber der Ort mit seinen Details ist vermutlich noch sehr präsent.
  • Eine Handlung. Aus geschilderten Handlungen werden Szenen, schmücken Sie diese aus so, dass Sie damit Emotionen wecken. Wie verhält sich ihr Protagonist, was genau tut er und was tut er nicht?

Aus meiner Erfahrung sollten wir uns immer wieder Zeit nehmen, Geschichten aus unserem Leben zu erinnern, aber auch neue zu erzählen. Gerade in den Zeiten von Social-Distanzing bilden Geschichten eine Brücke zwischen den Menschen.

Wenn Du mehr wissen möchtest, was Du alles mit Geschichten machen kannst, dann findest Du in diesem Kartenset das Wesentlichste auf den Punkt gebracht.

 

Schnellkontakt

Senden Sie mir hier eine Email - Vielen Dank!

Nicht lesbar? Text ändern. captcha txt
0
Soussousvlei