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Wie berühren und bewegen Sie die Menschen bei Online-Präsentationen und Meetings?

Bewegungsübungen und kleine Aktivitäten werden gerade überall im Netz verteilt. Sie sind sinnvoll und helfen – wenn sie themengebunden sind – sehr, eine Thematik zu vertiefen. Doch wie können Sie Menschen in ihrem Inneren bewegen?

Viele Menschen mögen Nähe und Zusammengehörigkeit – es tut ihnen gut, sich eingebunden zu fühlen. Auch aus neurodidaktischer Sicht ist das ein Gewinn, denn unser Gehirn ist von sich aus sozial.

Zugleich ist es zur Informationaufnahme hilfreich, wenn es so etwas wie einen „emotionalen Aufruhr“ gibt – nach Prof. Gerhard Roth –, wenn wir ein wenig durchgeschüttelt werden. Es muss dennoch keine Präsentation sein, die die Menschen extrem aus ihrer Komfortzone bringt. Es kann aber gut sein, ihnen emotional etwas zuzutrauen. Damit meine ich, dass ich meinen Teilnehmenden etwas präsentiere, wovon sie berührt und innerlich beteiligt sind und ich ihnen auch zutraue, dass sie mit dieser Beteiligung reagieren werden.

Wie geht das?

Doch wie geht das, werde ich in den letzten Wochen immer wieder gefragt?

Eigentlich ganz logisch: wenn Sie selbst berührt sind von dem, was Sie präsentieren oder vortragen, sind es die Zuschauenden oder Teilnehmenden auch.

Doch das Ganze funktioniert auch mit eher „trockenen“ Themen und mit Zahlen, Daten, Fakten. Von diesen sind Sie vielleicht nicht „berührt“, aber Sie können einerseits innerlich beteiligt sein. Und Sie können nah mit dem Menschen hinter der Kamera verbunden sein. Wir Vortragenden wissen ja, dass „hinter“ unserer Webcam Menschen sind, mit denen wir einen wirklichen Kontakt möchten, die uns wichtig sind, die wir erreichen wollen – auch mit ZDF. Stellen wir sie uns doch einfach vor!

Wenn Sie bei einem virtuellen Meeting die Menschen ansehen wollen, heißt das, Sie schauen direkt in die Kamera, denn dann sehen Sie Ihre Zuschauenden direkt an. Schauen Sie hingegen auf Ihren Bildschirm, z.B. die „Kacheln“ bei Zoom, um Ihre Teilnehmenden zu sehen, dann geht Ihr Blick nicht direkt zu den Teilnehmenden, sondern ist indirekt, nämlich weg von der Kamera.

Es braucht ein wenig Übung, hat aber eine starke Wirkung. Und mit noch etwas mehr Übung können Sie sogar oben in die Kamera schauen und dabei etliche Teilnehmende im Blick behalten.

Nutzen Sie Ihre Mimik! Sie können in Ihrem Gesicht viel mehr ausdrücken, als Ihnen vielleicht bewusst ist. Machen Sie vorher Ihr Gesicht warm, massieren und lockern Sie es, so dass Sie leichter mimisch agieren können. Drücken Sie Ihre Stimmungen und Gefühle über Ihre Mimik aus. Werden Sie also selbst aktiv.

Transportieren Sie Ihre Emotionen auch über Ihre Stimme! Diese sollte variieren und ganz unterschiedliche Facetten Ihrer Botschaft transportieren, mal zart, mal leise-vertraut, zugewandt, lebendig, aufgeregt, was auch immer. Ihre Stimme trägt den Ton Ihrer Gefühle zu den Menschen. Wagen Sie es ruhig, hier deutlicher und ausdrucksstärker zu werden.

Damit Sie einen besseren Kontakt zu den Teilnehmenden haben, bitten Sie diese, ihre Kameras anzulassen. So erleben Sie stärker, dass die Menschen beteiligt sind. Es kann Ihre innere Arbeit des Kontakthaltens erleichtern, begleiten und stützen. Sorgen Sie dafür, dass Sie selbst an einem gut ausgeleuchteten Platz arbeiten, das macht es Ihren Teilnehmenden angenehm, Ihnen zuzusehen.

Wählen Sie möglichst emotional starke Geschichten, die zu Ihrem Thema passen, es unterstützen oder sogar tragen. Wenn Sie diese Geschichten vortragen bzw. erzählen, dann legen Sie Ihre Emotionen hinein. Fühlen Sie selbst die Gefühle intensiv; lassen Sie sich von Ihren Emotionen tragen und berühren Sie sich quasi selbst mit der Geschichte. Diese emotionale Beteiligung überträgt sich dann über Kamera und Ton auch auf Ihre Teilnehmenden.

Und last but not least, wenn Sie eine Präsentation nutzen, dann wählen Sie Bilder, die ebenfalls emotional sind, die stark im Ausdruck sind.

All das zusammen kann Sie dabei unterstützen und begleiten, emotional stark berührende Präsentationen zu halten.

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vor dem Vortrag (WMNacht)