In Persönliches

Zum Frauentag – meine persönliche Sicht

„Die Scham ist vorbei“ – Anja Meulenbelt,
„Der Tod des Märchenprinzen“ – Svende Merian,
„Das goldene Notizbuch“ – Doris Lessing,
„Das andere Geschlecht“ – Simone de Beauvoir,
„Die Töchter Egalias“ – Gerd Brantenberg,
Anais Nins Tagebücher…
und viele andere Bücher und Texte mehr beeinflussten mich, die Frau zu sein, die ich jetzt bin.

Aber auch meine Mutter, meine Stiefmutter, meine Schwiegermütter, Großmütter und meine Tochter, Frauen im privaten, im freundschaftlichen und beruflichen Umfeld.
Meist sind sie wie ich privilegierte Mitteleuropäerinnen, wir verfügen über Rechte und Sicherheit, die andere Frauen auf diesem Planeten nicht haben.

Überall auf diesem Planeten gibt es Frauen, die benachteiligter sind als wir, Frauen, die unter Beschneidung, Vergewaltigung, Bildungsentzug, Folter, Unterdrückung und Gewalt jeder Art leiden und klein gehalten werden. – Und zugleich gibt es überall auf diesem Planeten weise, kluge Frauen, die viel zu wenig Gehör finden, die jedoch unentwegt weitermachen auf verschiedensten Wegen.

Alljährlich gibt es ihn wieder, den Internationalen Frauentag – jetzt sogar ein offizieller Feiertag im Bundesland Berlin. – Es ist für mich kein Feiertag, es ist ein Kampftag. Aber wo und wie können wir für eine Welt kämpfen, in der Frauen und Mädchen gleichberechtigt leben können?

In der Art und Weise, wie wir andere Frauen fördern, sie betrachten und mit ihnen oder über sie sprechen, können wir viel bewirken.

Je selbstverständlicher wir unseren Platz einnehmen, uns unersetzlich machen, partnerschaftlich mit anderen Menschen leben, gestalten wir Modelle, wie Männer und Frauen zusammen leben können.

Frauen an diesem Tag zu feiern ist das eine – insbesondere die zu würdigen und zu ehren, die teilweise ihr Leben und ihre Freiheit riskieren bzw. riskiert haben, ist ein wichtiger Schritt.

„Mein“ diesjähriger Frauentag ist ein Tag von 365 anderen Tagen als Frau.

Und wieder einmal möchte ich an diesem Tag den Fokus auf die richten, die ganz besonders leiden.  Ich möchte meine Bekanntheit nutzen und meine Stimme erheben, gegen die „Beschneidung“ von Frauen. – Es gibt immer noch so viele Tabus um die weibliche Lust und Sexualität, dieses ist das größte und grausamste. Diesen Mädchen und Frauen die Möglichkeit zur Lust am eigenen Körper zu nehmen, ist für mich unfassbar. Sie einem unkalkulierbar hohen Risiko beim Gebären ihrer eigenen Kinder auszusetzen, hat Folgen mit gesellschaftlicher Dimension. Hier braucht es ständige Aufklärung und Unterstützung für die betroffenen Mädchen und Frauen.
Meine Empfehlung dafür sind Rüdiger und Annette Nehberg und ihr Projekt Target: https://www.target-nehberg.de/de

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