In Persönliches, Speaker

Ich sehne die Sonne, dieses Licht des Himmels, an manchen Tagen mehr als an den anderen Tagen, ganz besonders an den wirklich dunklen.

Möchte so viel Atem holen, dass er für die reicht, denen er gerade fehlt.
Möchte im Tagewerk so viel beten, dass es die erreicht, die gerade mit oder für das Leben kämpfen.
Bin der Kriege, des Neides und Hasses überdrüssig. Habe so viele Menschen sterbend in den Armen gehalten, dass ich diejenigen um Einhalt bitten möchte, die nicht mehr erinnern, dass wir am Anfang und oft auch zum Ende des Lebens, auf die Hilfe, Güte und Liebe anderer Menschen angewiesen sind. Bin der nichtssagenden Worte überdrüssig, des Lärms, der unnötigen Hektik und der Verschwendung von Möglichkeiten und Taten, die doch Gutes tun sollten.

So viele Lichter leuchten bereits, die Wärme und Licht geben. Dennoch wohnen noch Hass, Gleichgültigkeit und arrogante Ignoranz zwischen uns. Und es gibt die vielen bunten Sprenkel, die Augenblicke, die Freude, die Liebe und das Erinnern, Facetten des Lebens, die uns wärmen.
Leben bedeutet Momente zu teilen, das Da-Sein mit sich und mit Anderen zu zelebrieren, zu nutzen, um dem täglichen Tagewerk die Hingabe und Liebe einzuhauchen, die unsere Seelen und Herzen nährt, die wirklich satt macht.

Mit jedem Jahresring mehr schüttele ich mehr den Kopf, über das, was vielen anderen auch sinnlos erscheint und nehme zugleich dort Anteil, wo etwas Wertvolles entsteht.

Wir sind so viele Menschen, nach meinem Verständnis ist jeder Mensch gleich wertvoll, egal welcher Hautfarbe, welcher Herkunft, Religion oder Lebensform.
Doch spüre ich mit zunehmenden Alter, dass es immer wieder einzelne Menschen gibt, die andere mehr beflügeln, bestärken, fördern und ermutigen, ihre innere Aufrichtigkeit, ihre Aufgabe zu erkennen.

Klaus Dannenberg war und bleibt einer der ganz besonderen Wegbegleiter, die mich über ihren Tod hinaus mit ihrem Wirken und Tun erreichen. Er lässt ich mich lächeln, weil ich ihn kennen durfte, der mich in meiner Entwicklung weiter gebracht hat, der mehr gesehen hat als ich und es mir gezeigt hat. – Ich sage „Danke“ für die vielen, vielen Jahre, die ich Dich erleben durfte, Du Wunder an Mensch. So klug, so weise, so voller Liebe, humanistischer Kritik und Ehrfurcht. Ich sage „Danke“ für Deine kollegiale Freundschaft – gerade in schweren Zeiten – und für Deinen Respekt mir gegenüber.

Für mich warst und bist Du einer der ganz Großen, einer der lebte, was er – still und unaufdringlich – predigte und lehrte. Du warst in meinen Augen ein starker Puls im FWW – Forum Werteorientierung, hast mit Deinem Wirken Bildung verändert, Bewusstsein geschärft und Notwendiges gerade gerückt.
Ich wünsche jedem mächtigen Regierenden dieser Welt einen Berater und Mentor zur Seite wie Dich, lieber Klaus.
Die Menschen, die Dich kennen und die ich in diesen Tagen treffe und spreche, seitdem ich weiß, dass Du gestorben bist, diese Menschen lächeln auf eine ganz besondere Weise – verbunden, ja, weil wir um das Wunder wissen, Dich zu kennen, und Dich jetzt schon vermissen.
Mein tiefes Mitgefühl Deinen Lieben und Angehörigen; habt viel Kraft für die Zeit der Trauer.
Jetzt schon ist für mich zu ahnen, dass Du unvergesslich bleibst und noch sehr lange in unseren Herzen und Gemütern sein wirst. Lieber Klaus, alles Gute für diese Reise!

Positionierungscoaching