In Persönliches, Speaker, Training

In gewisser Weise schon. Oft genug habe ich Kundenprojekte, die mich tagelang vorher schon beschäftigen. Das ist nach meinem Verständnis auch gut so, denn so kann ich mich quasi darauf einschwingen.

Eine meiner starken Kraftquellen ist das Entdecken von etwas Neuem, einen neuen Weg zu finden, evtl. sogar selber eine neue Sichtweise und Erkenntnis zu erlagen, die ich dann im Vortrag, einem Training oder auch in einer Moderation weiter geben kann. Das ist ein Stück weit meine Aufgabe als Horizonautin.

Vor kurzem versuchte ich genau diesen Prozess meiner Kundin aus den USA zu übersetzen. „I am getting pregnant with this idea….“ – auch wenn das im Englischen anders heißt. – Mit einer Idee schwanger gehen, sie bebrüten. Oft bezeichne ich diesen Zustand mit diesen Worten. Ins Englische übersetzt war es dann doch recht amüsant.

Und diese Brut-Arbeit mache ich natürlich unbewusst über Nacht, aber auch bei meinen Laufrunden durch den Wald oder beim Bahnenziehen im Schwimmbad.

Das aber ist auch sinnvoll.

Über den Stressabbau hinaus hat vor allem der Wald eine gesundheitsfördernde Wirkung, die sehr viele Ebenen betrifft. An einigen japanischen Universitäten gibt es seit 2012 einen Forschungszweig für Waldmedizin. Es werden Botschaften und Botenstoffe der Bäume untersucht, ihr Wechselspiel und die Wirkung auf uns Menschen. Und allein die Wirkung des Waldes auf unser Immunsystem ist überaus vielfältig. Bäume und andere Pflanzen senden beispielsweise Terpene aus, um miteinander zu kommunizieren. Erstaunlicherweise kann das menschliche Immunsystem die Botschaften der Terpene ebenfalls entschlüsseln und sie haben eine vergleichbare Wirkung, nämlich die Steigerung der Abwehr. Beispielsweise steigt die Zahl der natürlichen Killerzellen in unserem Blut bei einem zweitägigen Aufenthalt im Wald um die Hälfte, ihre Aktivität steigt – eine natürliche Tumorprophylaxe ganz nebenbei (Clemenz Arvay „Der Biophilia-Effekt“ 2016, S. 27 ff.).

Ich fühle mich durch derartige Veröffentlichungen darin bestärkt, warum ich mich in der Natur so wohlfühle. Ich fühle mich gut aufgehoben, »zu Hause« in ihr. Neben dem Aufenthalt in der Natur kommt dann noch die stete, fast schon gleichmäßige Bewegung dazu, wie das Wandern oder Laufen, die mich unterstützen, auf weitere neue Ideen und Lösungen zu kommen.

 

Barbara Messer: Inhalte merk-würdig vermitteln