In Akademie, Coaching, Persönliches, Speaker, Training

„In dem Moment, wo ich in einem Bereich die Meisterschaft erreicht habe, beginne ich in einem anderen Bereich als Schülerin. Dadurch entsteht ein neues Wachstum des Bisherigen. Unvergleichlich.“

Dies ist eines meiner ureigensten Prinzipien.
Einige Kolleg*innen mögen glauben, weiter zu lernen sei eine Zumutung – sind sie doch bereits Expert*innen auf ihrem Gebiet. Für mich ist das kontinuierliche Weiterlernen ein steter Prozess, der oft mit Erkenntnis, Freude und Demut einhergeht. Mein Kern oder mein ureigenes Wesen darf sich weiter formen und herausbilden. So entdecke ich mehr und mehr neue Facetten meiner Persönlichkeit, vertiefe bestimmte Haltungen, Einstellungen und Kompetenzen.

Dies ist mir insbesondere auch dann wichtig, wenn ich kopiert werde. Das tritt immer wieder auf – und in gewisser Weise geht das ja auch mit einem normalen Modeling-Prozess einher. Je mehr ich kopiert werde, um so mehr entwickele ich mich weiter, „er-finde“ mich quasi neu.
Und in „etwas“ Schülerin zu sein, sensibilisiert mich für die Höhen und Tiefen eines Lernprozesses, davon profitieren meine Trainings, Seminare und Workshops. So stehe ich nicht auf einem Sockel, sondern weiß oft sehr hautnah, wie es meinen lernenden Teilnehmer*innen geht.
Der Sockel würde zudem etwas verhindern, was mir sehr wichtig ist: Augenhöhe mit meinen Teilnehmenden. – Seit einigen Jahren ist Wissen im Sinne von Zahlen, Daten, Fakten so schnell verfügbar und selten werden reine „Fachexpert*innen“ in der Weiterbildung oder im Coaching wirklich gebraucht. Statt dessen halte ich es für zeitgemäß, (m)eine innere Haltung zu leben und dazu gehört auch, sich mit anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Und das ist zugleich ein großes Geschenk.

(Foto: vor dem Lee Strassberg Institute New York)